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Öffentlicher Sektor

Internes KPI-Dashboard und SAP-Integration für eine ungarische Organisation des öffentlichen Sektors

Internes Dashboard für über 200 Nutzer mit RBAC und SAP-S/4HANA-Integration, Next.js + Microsoft Entra ID SSO. Die wöchentliche KPI-Berichterstellung sank von 6 Stunden auf 0.

Dauer
18 Wochen
Nutzer
200+
Audit-Level
ISO 27001
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Hintergrund

Wer der Kunde war und warum er sich an uns gewandt hat

Der Kunde ist eine ungarische Organisation des öffentlichen Sektors mit über 1500 Mitarbeitenden und komplexen internen Datenflüssen. SAP S/4HANA ist das zentrale ERP-System, ergänzt durch mehrere Legacy-Systeme (ein Oracle-basiertes Dokumentenarchiv, ein individuelles Workflow-Tool und eine Excel-basierte KPI-Erfassung).

Mittlere Führungskräfte erhielten wöchentliche und monatliche KPI-Berichte, die von Hand erstellt wurden: Support-Mitarbeitende exportierten aus SAP nach Excel, formatierten und stellten daraus PowerPoint-Präsentationen zusammen. Teamübergreifend kostete das 6–8 Stunden pro Woche, und die Berichte hinkten stets 1–2 Tage hinterher.

Herausforderung

Worin das konkrete Problem bestand

Zwei zentrale Herausforderungen. (1) Compliance: Die Organisation arbeitet nach ISO 27001, jede Datenbewegung und jede Nutzeraktion muss nachvollziehbar sein. Der bestehende Ablauf SAP-Export-zu-Excel war akzeptabel, weil er manuell war — ein automatisiertes System benötigte eine ebenso strenge Audit-Log-Logik. (2) RBAC: Über 200 Nutzer verteilt auf 8 funktionale Rollen mit unterschiedlichem Datenzugriff. Die Datenzugriffsrichtlinie ist streng: Jede Rolle darf nur Daten für bestimmte Organisationseinheiten einsehen.

Die technische Herausforderung war kleiner als die prozessuale. Der sechswöchige interne Freigabezyklus der IT-Abteilung für jede Konfigurationsänderung war ein Hindernis.

Vorgehen

Wie wir gestartet sind

Gestaffelter Rollout: Pilot mit 2 funktionalen Rollen (25 Nutzer), dann 4 Wochen später 3 weitere Rollen, schließlich alle 8 Rollen.

Die Analysephase investierte 4 Wochen in die RBAC-Matrix und die Compliance-Anforderungen. Alles musste schriftlich festgehalten und vom internen Audit-Team des Kunden abgezeichnet werden. Eine langsame Phase durch die Einbindung der IT, aber unvermeidbar — ein schlecht konzipiertes RBAC hätte später 2–3 Monate Refactoring bedeutet.

Lösung

Was wir gebaut haben

Das Dashboard ist mit Next.js + TypeScript und Tailwind UI gebaut. Hauptkomponenten: (1) Authentifizierung über Microsoft Entra ID SSO, mit Rollenauflösung basierend auf der bestehenden AD-Mitgliedschaft. (2) KPI-Kacheln in einem organischen Raster, per Rolle drag-and-drop konfigurierbar. (3) Eine aus einer Kachel öffenbare Drill-down-Ansicht (Quelldaten in Tabellenform, exportierbar). (4) Eine Audit-Log-Ansicht (Admin-Rolle), die jeden Datenzugriff protokolliert.

Das Backend besitzt eine flexible Datenquellen-Konfiguration: Hauptquelle sind die SAP-S/4HANA-OData-Dienste, ergänzt um das Oracle-Dokumentenarchiv über REST und einige teamspezifische Postgres-Datenbanken. Eine Aggregator-Schicht führt geplante Aktualisierungen aus (TTL von 5 Minuten bis 1 Stunde je nach Datentyp). Das Audit-Log liegt in einer separaten Postgres-Datenbank, unveränderlich und nur anfügbar.

Technische Entscheidungen

Warum wir uns für diesen Stack entschieden haben

Microsoft Entra ID SSO: keine Wahl, sondern von der Compliance des Kunden vorgeschrieben. NextAuth bildet die Brückenschicht und setzt Berechtigungen auf Rollenebene über JWT-Claims durch.

Next.js vs. SAP UI5 / Fiori: Fiori wurde vom CIO klar abgelehnt („wir kaufen jetzt Build-Tools, keine Anpassung an das Kernsystem-Paradigma“). Next.js ist der hauseigene Stack, der Entwicklungszyklus ist flexibler, und die Integration mit Nicht-SAP-Systemen ist einfacher.

Separate Audit-Log-Datenbank: Diese Lösung bewahrt die Integrität des Audit-Logs selbst dann, wenn die Hauptdatenbank kompromittiert wird. PostgreSQL mit rollenbeschränktem Nur-Anfügen und täglichen Backups.

Stolpersteine

Was im Projekt schwierig war

Erste Hürde: die Freigabezyklen der IT-Abteilung. Jede Änderung an der Entra-ID-Konfiguration dauerte 4–6 Wochen. Lösung: In den ersten Wochen baten wir um einen eigenen Test-Tenant, in dem wir alles selbst konfigurierten, und wechselten erst zum Cutover in die Produktivumgebung. Das sparte 3 Wochen.

Zweitens: die Komplexität der RBAC-Matrix. Die ursprünglich 8 Rollen wuchsen während der Umsetzung auf 12, weil manche Rollen Unterrollen hatten. Wir haben refaktoriert: das Konzept des „Berechtigungssatzes“ eingeführt, den eine Rolle erbt. Jetzt 8 Rollen + 24 Berechtigungssätze, was besser skaliert.

Drittens: die SAP-OData-Performance zu Spitzenzeiten. Die KPI-Aktualisierung um 8–9 Uhr traf über 200 Nutzer gleichzeitig, und die OData-Dienste drosselten. Wir fügten in den Aggregator eine „Pre-warm-Cache“-Schicht ein: Die meistabgefragten KPIs werden bereits um 7:45 Uhr vorab aggregiert.

Ergebnisse

Was das Projekt erreicht hat

Sechs Monate nach Go-live: 200 Nutzer aktiv (215 gegenüber den geplanten 200+). Die wöchentliche KPI-Berichterstellung sank von 6–8 Stunden auf 0 (der Bericht generiert sich jetzt automatisch aus dem Dashboard). Mittlere Führungskräfte sehen KPIs in Echtzeit statt mit 1–2 Tagen Verzögerung.

Das Audit-Log deckt 100 % der Zugriffe ab. Das interne ISO-27001-Audit wurde bestanden; der externe Auditor hob den Audit-Log-Mechanismus ausdrücklich hervor. Vorfälle bei der Datengenauigkeit (fehlerhaft exportierte Excel-Berichte) sanken um 91 % gegenüber dem Ausgangswert (von 8–10 monatlich auf 0–1).

Stack

Eingesetzte Technologien

  • Next.jsNext.js
  • TypeScriptTypeScript
  • SAPSAP S/4HANA
  • ABAP
  • OData
  • PostgreSQLPostgreSQL
  • Microsoft Entra ID
  • Sentry
18 Wochen sind lang, aber niemand hat das Gefühl, dass ihm das System 'aufgezwungen' wurde. Die 4 Wochen Analysephase waren zeitaufwendig, aber im Nachhinein liegt genau darin der Grund für den Erfolg.

Verwaltungsdirektor — Organisation des öffentlichen Sektors

Das Zitat steht stellvertretend für typisches Kundenfeedback; es handelt sich nicht um ein wörtliches Zitat.

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Die Case Studies basieren auf realen Projekten und wurden auf Wunsch unserer Kunden anonymisiert. Die Zahlen sind Näherungswerte; konkrete Geschäftsdaten bleiben vertraulich.

Wo fangen wir an?

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  • Ich baue ein neues Produkt.

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    KI-Automatisierung
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